Handball: Zweiter Matchball zum Verbleib in der Oberliga verwandelt

Weibliche B –Jugend siegt im Auswärtsspiel gegen Brambauer mit 24:29

In ihrem letzten Spiel der Oberligavorrunde traf unsere B –Jugend auf den VFL Brambauer und setzte sich nach zähem Kampf mit 24:29 (12:14) durch. Die Vorzeichen für das letzte Vorrundenspiel waren völlig eindeutig: Gegen den VFL Brambauer musste unbedingt ein Sieg her und gleichzeitig musste Gladbeck das Team aus Greven schlagen, um ein Überwintern in der Oberliga zu sichern. Die Voraussetzungen hierfür waren allerdings denkbar schlecht: Lina Feldermann und Jule Bömer mussten krank oder verletzt passen, Jule Göring und Marie Tenbründel standen für  ihr Team aus Ammeloe-Ellewick auf der Platte und fehlten demzufolge. Außerdem ging Maike Dieker nach gerade überstandener Grippe angeschlagen in die Partie.
Die Devise lautete daher, über den Kampf ins Spiel finden und genau das setzte die B- Jugend um.

 

 

Nach konzentriertem Start setzte sich die Mannschaft mit 2:6 in der 10 Spielminute ab. Allerdings schlichen sich nach diesem Start etliche Unkonzentriertheiten ein und in der sonst so sicheren Abwehr wurde nicht mehr konsequent genug und zu spät angefasst. Der flinke Rückraum des Brambauer Teams nahm diese Einladungen gern an und konnte sich in das Spiel bis zum 12:14 Halbzeitstand zurückkämpfen. Dieses und auch der dünn besetzte Kader der B - Jugend trieb den mitgereisten Fans die Sorgenfalten ins Gesicht, denn es zeichnete sich schon vor der Halbzeit ab, dass das Spiel zugunsten des VFL Brambauer zu kippen drohte und genau so begann die zweite Halbzeit. Trotz einiger kleinerer taktischer Veränderungen wirkte das Spiel der Coesfelderinnen lethargisch und schließlich konnte der VFL Brambauer in der 29 Spielminute erstmals zum 14:14 ausgleichen und nach wechselnder Torfolge in der 33. Spielminute mit 16:15 in Führung gehen. Erschwerend kam hinzu, dass der Schiedsrichter in der zweiten Halbzeit zwischen der 27. und der 38. Min jede Angriffsaktion der Brambauer Mannschaft entweder bis zum Torerfolg laufen ließ oder aber einen Siebenmeter pfiff. Es fielen 6 Siebenmetertore und 2 Feldtore für Brambauer und unser Team musste sich die Torerfolge sehr mühsam erkämpfen, um in Schlagdistanz zu bleiben. Dieses geschah häufig auch über gute Anspiele an den Kreis, die die glänzend aufgelegte Emily Rosing zu 6 Treffern nutzte. Dennoch konnte sich B –Jugend nicht entscheidend absetzen und so nahm das Trainerduo beim Spielstand von 20:21 eine Auszeit, in der die Spielerinnen dazu aufgefordert wurden, ihre Angriffsbemühungen gegen eine jetzt sehr offensive gegnerische Deckung deutlich energischer zu gestalten, da zu dieser Zeit in der Abwehr das Spiel nicht zu gewinnen war. Diesen Weckruf nahmen sich die Spielerinnen offensichtlich zu Herzen, denn endlich schlossen sie ihre Angriffe konsequenter ab und mit viel Moral setzten sie sich innerhalb von 5 Minuten durch drei Tore von Clara Puthen und einem Tor von Judith Scholle vorentscheidend auf ein 21:26 (44. Min) ab. Zu gefallen wusste auch Außenspielerin Greta Gerdes, die etliche gute Anspiele des Rückraumes oder auch gelungene eigene Eins-gegen-Eins- Aktionen zu insgesamt 7 Toren nutze. Eben diese Spielerin traf in der letzten Spielminute zum umjubelten 24:29 Auswärtssieg.

Das Spiel fassten die Trainer Walli und Olli so zusammen: „Wir mussten uns gegen einen hartnäckigen Gegner den Sieg schwer erkämpfen. Unser Team hat nicht  geglänzt, weil es sich vom Druck, der wegen der Ausgangslage vor diesem Spiel auf ihnen lastete, nie ganz befreien konnte. Allerdings sind wir schwer beeindruckt und begeistert, welchen Kampfgeist die Mannschaft trotz schwieriger Bedingungen gezeigt hat und endlich ein enges Spiel für sich entschieden hat.“
Als die Nachricht vom Sieg der Gladbecker gegen Greven durchsickerte, kannte die Freude der Spielerinnen über den Verbleib in der Oberliga keine Grenzen. Mannschaft und Trainer freuen sich auf die 6 Spiele gegen Dortmund, Menden Sauerland-Wölfe und Riemke. „Diese Spiele, die wir völlig ohne Druck angehen können, wollen wir dazu nutzen, uns weiterzuentwickeln und uns mit starken Gegnern zu messen. Vielleicht gelingt es uns an der einen oder anderen Stelle zu zeigen, dass wir an guten Tagen auch gegen die besten Mannschaften mithalten können.“

Für die DJK spielten und trafen: Verena Kreikenberg im Tor, Greta Gerdes (7 Tor), Clara Puthen (7/2), Maike Dieker (5/2) Elisabeth Hericks (1), Celin Heubrock , Jenni Frangenberg (1), Emily Rosing (6), Judith Scholle (2)

 

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