November-Blues in Coesfeld

Nach dem Abpfiff schallten die Chöre unterm Tribünendach: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey, hey!" Die Fans aus Deuten outeten sich als Feierbiester und sangen lauthals: „Wir wollen die Mannschaft seh'n." Die Coesfelder Anhänger hatten den November-Blues und blieben lieber mucksmäuschenstill. Sie waren tief enttäuscht ob der 0:2-Niederlage und dem Verlust der Tabellenführung.

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„Super-Mario“ macht zwei Tore

Es war 20.42 Uhr, als gestern Abend der Abpfiff von Schiri Alexander Wensing (Ahaus) ertönte. „Männer", rief Engin Yavuzaslan, Coach des Bezirksligisten DJK Coesfeld-VBRS, seine Kadetten einige Sekunden später zusammen und gratulierte ihnen zum 3:1-Pokalsieg über den Landesligisten SuS Stadtlohn. „Wir wollten in die nächste Runde kommen, und das haben wir geschafft", stellte er fest, „Bundesligatrainer sagen immer: Hauptsache weiter! Dann haben sie meistens gegen unterklassige Mannschaften gespielt, wir haben jetzt allerdings einen höherklassigen Gegner aus dem Wettbewerb geworfen."

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Kollektiver Jubel und Trubel

Drei Kracher hielt er in der Hinterhand: Marius Borgert, Aleks Temelkov und Essad Terziqi. Für den Fall der Fälle! Engin Yavuzaslan vertraute auf seine „Millionen-Bank". Marius Borgert kam als Erster von den dreien und zündete nach kurzer Aufwärmphase. Dann ging Yavuzaslan selber raus und machte Platz für Temelkov, der prompt eine Torvorlage für Cedric Pollmeier produzierte. Terziqi gab zu guter Letzt auch noch sein Comeback nach wochenlanger Auszeit. Schaulaufen für den Pechvogel beim glanzvollen 5:1-Erfolg über den Titelrivalen TuS Haltern II, der sich durch die zweite Niederlage in Serie vorerst aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hat. Weil auch Vorwärts Epe überraschend in Gahlen gepatzt hat, ist Engin Yavuzaslans „Dream-Team" nach neun Spieltagen nunmehr alleiniger Tabellenführer in der Bezirksliga.

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Spannung bis zum Schlusspfiff

Der Mannschaftsführer der „Grünen" tauchte in der dritten Minute der Nachspielzeit frei im Sechzehner der „Blauen" auf. Simon Lobermann knallte die Kugel aufs Tor. Timo Ebbing, Verteidiger beim Gast DJK Coesfeld-VBRS II, entgleisten die Gesichtszüge. Doch Lovermanns Geschoss sauste knapp am Ziel vorbei. „Du hast mir einen Schreck eingejagt", foppte Schnapper Björn Grun den Schützen, der zugab, dass er platt sei: „Im Training hätte ich den reingemacht", sagte er, „aber jetzt kann ich kaum noch laufen und schießen schon gar nicht."

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„Das war Einbahnstraßenfußball“

Mit einem 5:0-Heimsieg über Adler Weseke setzte der Bezirksligist DJK Coesfeld-VBRS seine Erfolgsserie fort. „Das war Einbahnstraßenfußball", so Spielertrainer Engin Yavuzaslan und schlug danach einige kritische Töne an: „Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen. Momentan würde ich unser Leistungsniveau bei 60 Prozent ansiedeln. Da ist noch viel Luft nach oben."

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