Eskrima

Was ist Eskrima?

Die Bezeichnung "Eskrima" leitet sich vom spanischen Wort "esgirma" ab, das auf Deutsch Fechten bedeutet. Es ist eins der vielen Namen mit denen philippinische Kampfkünste bezeichnet werden. Weitere verbreitete Bezeichnungen sind Arnis und Kali. Daneben existieren viele weitere Bezeichnungen, die z. T. den lokalen philippinischen Dialekten entstammen.

​In den Kampfkunsttraditionen anderer Kulturen bildet der waffenlose Kampf oft die Grundlage, während der Umgang mit den Waffen den fortgeschrittenen Schülern vorbehalten bleibt. Dagegen werden in den FMA (Filipino Martial Arts, philippinische Kampfkünste) die Waffen vom Anfang an ins Training integriert. Das hat folgende Vorteile:

  • ​die Konzentration und Koordination wird von Anfang an gefördert, Reaktionszeit wird reduziert
  • das Bewusstsein dafür, dass alles als Waffe eingesetzt werden kann, wird geschärft
  • ein Schlüsselelement bei der Verteidigung gegen Waffen besteht darin, zu kennen, wie diese Waffen eingesetzt werden
  • durch die Übertragung der Bewegungsprinzipien einer Waffe auf waffenlosen Kampf oder auf eine andere Waffe erhöht sich das Verständnis dieser Prinzipien und die Flexibilität der möglichen Antwort

Unter den vielen Trainern und Systemen der philippinischen Kampfkünste gab es diverse sehr erfolgreiche Kämpfer und einflussreiche Lehrer. Manchmal konzentrierten sie sich auf eine bestimmtes Thema, das ihr Interesse widerspiegelte. So gab es Systeme, die ihren Schwerpunkt auf die 5 Angriffswinkel legten; auf Stiche im Gegensatz zu Schnitten; auf das Training mit einem einzelnen Stock; oder solche, bei denen das Training mit Stock und Messer (z. B. Stock in der rechten Hand und Messer in der linken) die Grundlage bildete. Andere Systeme dagegen deckten eine breite Palette von Waffen und waffenlosen Techniken ab. Dazu gehört auch das Warriors System.

Warriors Eskrima ist eine Synthese verschiedener Stile, die von Grand Master Abner G Pasa aus Cebu City, Philippinnen, studiert wurden. GM Pasa vereint in sich den Geist eines Kriegers mit der analytischen Fähigkeit eines Philosophen. Er kann auf reiche Kampferfahrung zurückblicken (als Polizist in Cebu und aus Herausforderungskämpfen). Sein System vereint intelligentes Vorgehen, List und Gewahrsein auf der einen und technischen Tiefgang auf der anderen Seite.

Die Schüler lernen Waffentechniken, Schlagen und Treten, Gelenkhebel, Würgetechniken, Würfe - die ganze Palette kämpferischer Fähigkeiten. Normalerweise startet man das Training mit dem einzelnen Stock (bzw. Schwert). Dann Verteidigung gegen Messer und die Grundlagen des waffenlosen Kampfes. Danach die Kombination auf zwei Waffen (2 Stöcke, Stock und Messer, Schwert und Messer). Allerdings ist diese Reihenfolge nicht in Stein gemeisselt, so dass z. B. manche Übungen mit 2 Stöcken für Anfänger durchaus sinnvoll sind.

Wir trainieren philippinische Kampfkunst Warriors Eskrima nach Guro Krishna Godhanias Institute of Filipino Martial Arts.

Unsere Trainingsschwerpunkte sind:

  • Kampf mit einem Stock bzw. Schwert
  • Messerkampf und Messerabwehr
  • waffenloser Kampf (Boxen, Treten, Ringen im Stand und am Boden)

Daneben beschäftigen wir uns Doppelwaffen (2 Schwerter bzw. Stöcke oder ein Schwert und ein Dolch) und dem Kampf mit dem langen Stock (ca. 1,4m)