Wie alles begann

Jeder Teilnehmer erhält einen Pokal aufgrund seiner besonderen Leistung

Im Juni 1990 nahm der damalige Abteilungsleiter der Triathlonabteilung Wolfgang Kemmerling an einem 24-Stunden-Schwimmen in Legden teil. Mit 38 km belegte er den 2. Platz.

Total begeistert von der Veranstaltung schlug er seinen Vereinskollegen vor, auch ein Schwimmen „Rund um die Uhr“ in Coesfeld durchzuführen. Als Hauptsponsor unterstützte von Anfang an die Coesfelder Fielmann-Filiale mit Herrn Figur das 24-Stunden-Schwimmen. Alle waren sich einig, dass es für einen so langen Wettkampf auch eine bleibende Erinnerung geben sollte: Jeder, der das Schwimmen durchsteht, sollte einen Pokal erhalten, und zwar den Fielmann-Cup.

Das erste 24-Stunden-Schwimmen um den Fielmann-Cup wurde im Freibad Coesfeld ausgetragen. Da es aber bei der Premiere nachts ausgesprochen kalt wurde, sind die weiteren Veranstaltungen ins Hallenbad verlegt worden.

Neben Teilnehmern aus schwimmsporttreibenden Vereinen sollten auch Schwimmer, die eher aus dem Breitensport kommen, eine Teilnahmemöglichkeit erhalten. Familienstaffeln, Nachbarschaften und Betriebsgruppen standen neben den aktiven Schwimmern an der Startlinie. Die veranstaltenden Triathleten sind stolz, dass es bis heute so geblieben ist. Das beste Beispiel ist die Mannschaft der Polizei Borken, die im Jahre 2013 teilnahm.

Dabei ist natürlich der Leistungsgedanke nicht verloren gegangen. Der Staffelrekord der Erwachsenen liegt immerhin bei 123.500 Metern und bei den Kindern bei 90.850 Metern.

In den ersten Jahren schwammen die Einzelschwimmer auf den Bahnen der Staffelteilnehmer. Mit zunehmendem Leistungsunterschied wurden die Einzelschwimmer auf einer Bahn zusammengefasst. Heute liegen die Rekorde bei den Frauen bei 60.100 Metern und bei den Männern bei 62.100 Metern.

Da alle genügend Platz zum Schwimmen haben sollten und auch die Zahl an Übernachtungs-plätzen im Hallenbad begrenzt ist, wurde die maximale Teilnehmerzahl nach einigen Versuchen auf 168 festgelegt (8 Einzelschwimmer auf einer Bahn und auf den restlichen 4 Bahnen pro Bahn 4 Staffeln).

Die enormen Strecken, sowohl bei den Einzel- als auch bei den Staffelschwimmern, setzen ein umfangreiches Training und einen starken Durchhaltewillen voraus. Aber auch beim Veranstalter ist eine Menge Arbeit zu stemmen. Pro Stunde sind 6 Zähler, die jeden geschwommenen Meter notieren, im Einsatz. Dazu kommen vielfältige organisatorische Aufgaben, die von der 30 Personen starken Triathlonabteilung bewältigt werden.

Auf eines sind die Triathleten besonders stolz: Durch eine gute Vorbereitung und ein schnelles Auswertesystem kann die Siegerehrung 15 Minuten nach dem Ende des Schwimmens beginnen, weil sowohl die Schwimmer als auch die Organisatoren schnellstens ins Bett wollen.

Bei der 20. Auflage (2012) gönnten sich die Triathleten eine Ausnahme: Sie brachten eine eigene Staffel an den Start. Mit 95.150 geschwommenen Metern waren sie mehr als zu-frieden. Dieses konnte nur gelingen, weil Familienangehörige und Freunde hilfreich zur Seite standen.

Nach 20 Veranstaltungen hat Wolfgang Kemmerling die Organisationsleitung an Jürgen Bertels abgegeben. Vom 11. bis 12. Januar 2013 hat er seine "Feuertaufe" bestens bestanden.

Seit 2017 wird die Veranstaltung von der Sparkasse Westmünsterland als Hauptsponsor gesponsort und wird als Sparkasse Westmünsterland-Cup ausgetragen.

Seit 2019 obliegt die Organisationsleitung der Veranstaltung Michael Lübke, der 2018 die Leitung der Abteilung von Jürgen Bertels übernommen hat und 2019 ebenfalls seine Feuertafe, auch dank der Unterstützung durch die gesamte Triathlon-Abteilung des Vereins, bestand

Da das 24h Schwimmen seit Jahren jeweils kurz nach Anmeldebeginn ausgebucht ist und die Nachfrage eher zunimmt, hoffen die Triathleten der DJK Eintracht Coesfeld VBRS e.V. noch auf viele 24-Stunden-Schwimmen.