Hut ab für DJK-Aktivposten

Sportverein ehrt beim Neujahrsempfang Johannes Emrich, Bernhard Hölscher und Bernd Leimkühler

Von Christine Tibroni

COESFELD. Gehörte der Hut früher zum guten Ton, vor allem bei besonderen Anlässen, so bedeckt er heute nur noch selten die Köpfe dercoe0108djk2 Damen und Herren. Von daher sorgte Uwe Dickmanns gestern Nachmittag beim Neujahrsempfang der DJK Eintracht Coesfeld VBRS für eine kleine Überraschung, als er einen Zylinder aus dem Hut zauberte, um ihn vor einem Mann zu ziehen, der sich auf vielfältige Weise für die DJK-VBRS engagiert. Chapeau für Bernhard Hölscher. „Als mir angetragen wurde, die Laudatio für Bernhard zu halten, war meine erste Frage, wie viel Zeit wir denn haben“, sagte Dickmanns, dem es dann doch gelang, Hölschers Verdienste in wenigen Minuten Redezeit zu bündeln. Kurioserweise war der Geehrte nie selbst sportlich, aber immer für den Sport,

insbesondere in Goxel, aktiv. DJK-Ehrungen002Das Sportzentrum in der Siedlung würde es ohne Hölscher und seine Fähigkeit, „Menschen anzusprechen, zu begeistern und zu beteiligen“ (Dickmamns), so nicht geben. Und auch für die Pflege der Anlage war sich Hölscher, der im vergangenen Jahr seinen 80. Geburtstag feierte, über Jahrzehnte nie zu schade. Noch immer ist der Senior rührig. Wie Dickmanns erzählte, setzt sich Hölscher aktuell für eine automatische Bewässerung des Rasenplatzes ein.
Lang die Liste der besonderen Verdienste auch bei den weiteren DJK-Aktivposten, die gestern im Mittelpunkt standen. Bernd LeimkühlerDJK-Ehrungen003 setzt(e) bei den Leichtathleten, im DJK-Zeltlager und im Tennissport wichtige Akzente. Als Übungsleiter gibt der Sportund Mathematiklehrer seit den 70ern bis heute sein Wissen weiter. „Natürlich im Ehrenamt“, betonte Laudator Michael Laukamp, der auch hervorhob, dass der Geehrte seine Übungsleitervergütung stets dem Verein zur Verfügung gestellt habe.
Eine sehr persönliche Lobrede, weil vom eigenen Bruder gehalten, hörte Johannes DJK-Ehrungen001Emrich, der in der DJKFußballabteilung als Spieler, Funktionär und „ganz wichtiger Allrounder“ (Gerd Emrich) Spuren hinterlassen hat und noch hinterlässt. Gerd Emrich wusste zudem noch eine Anekdote zu erzählen, nach der sein Bruder, kurz nachdem er seine Ausbildung bei der damaligen Bundesbahn begonnen hatte, vom Eisenbahnersportverein (ESV) Coesfeld abgeworben werden sollte. „Das lehnte er entrüstet ab mit der Begründung: Einmal ein Blauer – immer ein Blauer.“ Ein Ausspruch, den sich wohl alle drei Geehrten, die sich über das DJK-Ehrenzeichen in Gold freuen durften, auf die Fahne geschrieben haben. Sehr zur Freude des DJK-Vorsitzenden Heinz Rengshausen, der etwa 100 Gäste zum Neujahrsempfang begrüßte. „Eure Leistung für die Mitglieder unseres Vereins und darüber hinaus sind außergewöhnlich, überragend und aller Ehren Wert“, so Rengshausen in Richtung Hölscher, Leimkühler und Emrich.
Ehren- und vor allem hörenswert waren die Beiträge von DJKlerin Hildegard Vestring, die der Veranstaltung mit ihren Saxophon- Soli eine besondere Note gab.

Quelle: AZ (8. Januar 2018)

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