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Aktuelles

Turnen 03.06.2026

Sportsgeist trifft Kohlenfeuer

Im 4- Jahres- Rhythmus lädt der DJK Bundesverband alle angeschlossenen DJK – Vereine Deutschlands zu seiner „DJK – Olympiade “ ein: dem DJK – Bundessportfest. Zu Pfingsten trafen sich deshalb mehr als 2500 Sportler(innen) aus ganz Deutschland in Essen, um in 17 Sportarten um den Sieg zu wetteifern und die Bundessieger zu küren. Erstmalig war die Ruhrmetropole mit ihren fast 600000 Einwohnern und den ausgezeichneten Wettkampfstätten Austragungsort dieses „Events“. Denn, wenn DJK-Sportler sich treffen, geht es nicht nur um den Sieg, Begegnung und Erlebnis sind ebenso zentrale Aspekte, für die ein umfangreiches Rahmenprogramm reichlich Angebote bereithält.

Mit ca. 30 Aktiven stellte die DJK Eintracht Coesfeld ein beachtliches Starterfeld in der Heinz-Nixdorf-Sporthalle. Erstklassige Gerätbedingungen – die Bundesliga- Turner Essens tragen hier ihre Wettkämpfe aus –, eine vorbildliche Organisation und souveräne Kampfgerichte schufen die Grundlage für größtenteils gelungene Darbietungen und daher zufriedene Turnerinnen.

Es begann gleich mit einem Paukenschlag! Bei den jüngsten Turnerinnen (9 Jahre und jünger) belegte die erst 7-jährige Lene Böggering (DJK Coesfeld) Platz 3. Sie musste lediglich zwei älteren Konkurrentinnen der DJK Heufeld (Bayern) den Vortritt lassen. Anna Büscher und Ida Flotkötter(beide DJK Coesfeld) landeten im Mittelfeld und konnten mit ihrem Wettkampfdebut sehr zufrieden sein.

24 Mädchen aus Hamburg, Erwitte, Heufeld und Coesfeld präsentierten in der Altersklasse der 12-13-Jährigen wahlweise die Pflichtübungen der Schwierigkeitsstufen P 4 – P 9. Wegen der hohen Meldezahlen turnten die Hälfte dieser Gruppe am Vormittag, die andere Hälfte im späten Nachmittag. Ob es an der langen Wartezeit für die späte Gruppe oder der Ermüdung der Kampfgerichte gelegen hat, … auf jeden Fall schnitten die Turnerinnen des Nachmittagsdurchgangs im Schnitt bei der Bewertung schlechter ab. Unter den TOP TEN gruppierten sich Joesphine Dirksmeyer, Klara Linz Rosa Holters, Anni Gottheil und Mathilda Spork ein, ohne einen Podestplatz erturnen zu können. Die Pfingstbotschaft in der Bibel spricht auch davon, dass es Feuerzungen vom Himmel regnete. Das war am Pfingstsonntag in Essen zwar nicht der Fall, obwohl die Temperaturen in der Halle eine derartige Vermutung aufkommen ließen. Vielleicht war es aber die stickige Luft am Nachmittag, die einige „Patzer“ bei den Turnerinnen und Kampfrichterinnen erklärte und so für Marlina Schulze Lutum, Paula Kuttig, Lisa Menze, Nieke Albers und Charlotte Puhe noch erfreulichere Platzierungen verhinderte.

Typisch für die DJK- Bundesmeisterschaften ist die Tatsache, dass vor dem Wettkampf die Konkurrenz überhaupt nicht eingeschätzt werden kann. So starteten neben den Coesfelderinnen bei den 14-15-jährigen Turnerinnen junge Damen aus Bensheim (Hessen), Kolbermoor (Bayern), Erwitte (NRW), Heufeld (Bayern) und Hamburg, die bei den für uns üblichen Vergleichen nie auftauchen. In dem leistungsstarken 20-köpfigen Teilnehmerfeld belegten Anna Peil (8.), Yasmin Uka (9.) und Hannah Weitenberg (10.) erfreuliche Plätze im Vorderfeld. Zufrieden mit ihren gezeigten Pflichtübungen und den Platzierungen waren aber auch Anna Richter, Luzia Preiß, Alina Gottheil und Pia Lammerding. Schließlich trennten in dem ausgeglichenen Starterfeld mal gerade 3 Punkte den 4. vom 14. Platz.

In der Altersklasse 16 – 17Jahre startete für die DJK Coesfeld allein Lotta Böggering. Nach einem solide geturnten Vierkampf mit Pflichtübungen der P 7 – P 8 fand sie sich in einem erlauchten Starterfeld auf dem Siegertreppchen wieder: Platz 3 mit 57,140 Punkten knapp hinter Anna Sayapin (DJK Hamburg) und Celine Wohlfarth (DJK Heufeld)!  

Lene Wienker, Finja Becker, Maya Terlaack, Antonia Philipp und Johanna Stork gingen bei den 10 – 11- jährigen Turnerinnen für die DJK Coesfeld an die Geräte. Auch sie turnten in Konkurrenz zu 23 anderen Mädchen Pflichtübungen der Schwierigkeit P 4 – P 8. Alle zeigten mindestens das „Trainingsniveau“, einige turnten so gut wie noch nie. Und das bei ihrem ersten „internationalen“ Auftritt! In der Endabrechnung landeten Lene, Finja und Maya im Mittelfeld, während Antonia sogar Platz 4 (57,540 Punkte) erturnte, nur 0,5 Punkte hinter der Drittplatzierten. Die Überraschung par exellance aber gelang Johanna Spork: Sie wurde Bundessiegerin mit 59,900 Punkten!

Sieg und Niederlage, erster und letzter Platz, „blitzsauber“ und „verturnt“ – das sind Kategorien des Wettkampfes. Ein Bundessportfest bietet aber mehr. Dort geschieht das sportliche Treiben nicht nur um Ruhm, Erfolg und Applaus. Nein, dort begegnet man sich mit Respekt und Fairness, applaudiert nicht nur dem Sieger und tröstet auch die Konkurrentin. Das ist Sport um der Menschen willen! Und von dieser Atmosphäre haben wir DJK- Turnerinnen ganz viel mitbekommen, so dass wir mit Überzeugung sagen können: „Wir kamen als Gäste – wir gehen als Kumpel!“ Und wir kommen wieder ……