Rund 90 Minuten lang blickte die DJK Eintracht Coesfeld e.V. bei ihrer 27. Delegiertenversammlung auf ein ereignisreiches Jahr zurück – und richtete zugleich den Fokus klar nach vorn. In der Mensa des Schulzentrums kamen am Montagabend die Delegierten zusammen, um zentrale Entscheidungen für die kommenden Jahre zu treffen.
Vorstandssprecher Ludger Kleinschnitker eröffnete die Versammlung und begrüßte neben den Delegierten auch die Mitglieder des Präsidiums. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für das Vereinsleben.
Zu Beginn gedachten die Anwesenden der verstorbenen Mitglieder, besonders des Ehrenpräsidenten Heinz Rengshausen und des Präsidiumsmitglieds Dietmar Hauling. Klaus Abel fand dabei rührende Worte.
Im Mittelpunkt des Vorstandsberichts standen zahlreiche Infrastruktur- und Entwicklungsprojekte. Besonders ambitioniert ist die geplante Erweiterung des vereinseigenen Sportzentrums „mobile“. Mit einem Investitionsvolumen von rund 2,4 Millionen Euro soll dort ab 2027/28 ein moderner Fitness- und Gesundheitsbereich entstehen.
Ein neues DJK Fitnessstudio („DJK FitnessWelt“) an der Dülmener Straße steht kurz vor dem Start. Bereits im Sommer 2026 soll der Betrieb dort anlaufen. Ziel ist es, dort in den kommenden drei Jahren rund 500 neue Mitglieder zu gewinnen.
Parallel arbeitet der Verein an der Umsetzung weiterer Projekte. Darunter die Nutzung einer neu zu gestaltendem Halle am Timmerweg zu einer Sporthalle, die überwiegend für den Kindersport, Padeltennis, Dart und Boxen ausgestattet werden soll. Zudem arbeitet der Verein in Zusammenarbeit mit der Stadt an Lösungen für die durch Renaturierung bedrohte Kanu-Trainingsstätte an der ehemaligen Neumühle.
Auch die Umsetzung des Neubaus einer Multifunktionshalle an der Reiningstraße wird mit Hochdruck weiterverfolgt. Doch auch dieses Projekt wird durch behördliche Auflagen stark verzögert.
Neben baulichen Themen setzt die DJK verstärkt auf strukturelle Modernisierung. Die Einführung der neuen Vereinssoftware verlief reibungslos. Zudem wurde ein umfassendes Schutzkonzept für Kinder und Jugendliche erarbeitet, das nach Genehmigung flächendeckend im Verein umgesetzt werden soll.
Aus den Abteilungen wurden zahlreiche Erfolge gemeldet – etwa internationale Spitzenleistungen im Kanu oder Erfolge auf Bundesebene bei Lauf- und Wettkampfveranstaltungen. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass einige Bereiche mit fehlenden Übungsleitenden oder strukturellen Herausforderungen zu kämpfen haben.
Besonders angespannt ist die Situation im Fußball: Hier fehlt es vor allem an Trainingskapazitäten. In den Wintermonaten stehen den 35 Mannschaften lediglich ein Kunstrasenplatz zu Verfügung. Der Bedarf nach einem zweiten Kunstrasenplatz wurde als „riesig“ bezeichnet.
Mit über 7.200 Mitgliedern bleibt die DJK einer der größten Sportvereine der Region. Auffällig ist die Altersstruktur: Während knapp ein Drittel der Mitglieder unter 14 Jahre alt ist, wächst gleichzeitig die Gruppe der über 60-Jährigen überproportional an.
Bemerkenswert ist auch die Geschlechterverteilung: Mit 55 Prozent weiblichen Mitgliedern hebt sich die DJK deutlich vom NRW-Durchschnitt ab, wo die männlichen Mitglieder deutlich in der Überzahl sind.
Vor der bevorstehenden Präsidiumswahl berichtete Uwe Dickmanns, als Präsident der DJK Eintracht Coesfeld, von der Arbeit im Präsidium. Bei den anschließenden Präsidiumswahlen wurden Klaus Dehling, Bernhard Bosman und Martin Althoff bestätigt. Neu im Gremium ist Klaus Abel.
Auch finanziell steht der Verein auf soliden Beinen: Für das Jahr 2025 wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt und der Haushaltsplan 2026 wurde einstimmig beschlossen.
Für die kommenden Jahre setzt sich der Verein ambitionierte Ziele: Mitgliedergewinnung, Ausbau von Sportstätten, Stärkung des Ehrenamts und insbesondere mehr Angebote für Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt der Strategie bis 2030.
Zum Abschluss verwies der Vorstand auf kommende Höhepunkte wie das DJK- Bundessportfest vom 22.-25. Mai in Essen sowie das 30-jährige Jubiläum des „mobile“.
Nach dem offiziellen Teil klang der Abend in geselliger Runde aus – ganz im Sinne eines Vereins, der nicht nur Sport, sondern auch Gemeinschaft lebt.